Ribiselkuchen mit Baiser wie bei Oma
Wenn im Hochsommer die säuerlichen roten Ribiseln im Garten oder im Marktstand leuchten, schlägt die Stunde für Omas feinsten Blechkuchen. Die spritzige Fruchtsäure der Beeren trifft auf einen zarten Teigboden und wird von einer traumhaft leichten Baiser-Schneehaube gekrönt.
Ein echter Sommerklassiker aus der österreichischen Backstube: Der klassische Ribiselkuchen mit Schneehaube vereint Süße und Frische auf absolut unvergleichliche Weise. Damit die Baiserhaube außen knusprig, innen wunderbar cremig bleibt und nicht wässrig wird, gibt es ein paar goldene Regeln aus Omas Rezeptbuch. Entdecke hier, wie der herrlich fruchtige Blechkuchen garantiert gelingt. Frisch zubereitet mit süßen und säuerlichen frischen Beeren von Gurkerl.at schmeckt er der ganzen Familie.
Der Geheimcode für Omas Baiser-Schneehaube
Das Geheimnis der perfekten Schneehaube liegt in der richtigen Konsistenz des Eischnees und der feinen Dosierung des Zuckers. Wenn das Eiweiß steif geschlagen wird, entsteht die charakteristische Wölkchenstruktur.
Für die perfekte Schneehaube schlägst du die eiskalten Eiklar mit einer klitzekleinen Prise Salz steif. Sobald die Masse schnittfest ist, lässt du feinen Kitchin Feinkristallzucker langsam unter ständigem Weiterschlagen einrieseln, bis eine seidenmatt glänzende, feste Baisermasse entsteht.
Die frischen Rote-Ribiseln solltest du vor der Verarbeitung behutsam im stehenden Wasser waschen, gründlich auf Küchenpapier abtropfen lassen und erst danach mithilfe einer Kuchengabel vorsichtig von den Rispen zupfen. So bleiben die Beeren prall und platzen nicht vorzeitig auf. Oma hat die Beeren stets erst ganz zum Schluss zart unter den Eischnee gehoben oder direkt auf dem vorgebackenen Teig verteilt. Nach dem Backen sorgt eine hauchdünne Schicht Kitchin Staubzucker für das feine Finish.
Rührteig oder Mürbeteig: Welcher Kuchenboden ist der beste?
In den österreichischen Haushalten gibt es zwei beliebte Traditionen: Während die einen auf einen buttrigen Dotter-Rührteig schwören, schätzen andere die Knusprigkeit eines Mürbeteigs.
Omas klassische Ribiselschnitte baut meist auf einem feinen Dotter-Rührteig auf. Da für die Schneehaube nur das Eiweiß benötigt wird, wandern die übrigen Dotter direkt in den Teigboden. Schaumig geschlagen mit bester nöm Österreichische Teebutter, frischen Freilandeiern und feinstem Caputo Mehl ergibt das einen herrlich gelben, saftigen Boden, der die Feuchtigkeit der Beeren perfekt aufnimmt.
Wer es noch knuspriger mag, greift zum klassischen Mürbeteig. Dieser lässt sich hervorragend am Vortag vorbereiten und bleibt im Kühlschrank frisch. Falls gerade keine frischen Strauchribiseln zur Hand sind, eignen sich auch tiefgekühlte Beeren sehr gut. Wichtig ist nur, diese unaufgetaut unter das Baiser zu heben. Hochwertiges Mehl und alles rund ums Thema Backen findest du direkt in unserer Kategorie Zucker, Mehl & Backen.
Schritt-für-Schritt zum perfekten Blechkuchen
So gelingt der fruchtige Ribiselkuchen mit Baiserhaube gelingsicher im eigenen Ofen. Folge diesen drei einfachen Schritten für das beste Backergebnis.
Lust auf noch mehr sommerliche Mehlspeisen-Inspiration aus der Gurkerl-Backstube? Entdecke auch unser erfrischendes Rezept für den Mürbeteigkuchen mit Topfencreme und Waldbeeren-Gelee oder probiere eine hausgemachte Rote Ribiselmarmelade als fruchtigen Fruchtaufstrich.
Aufbewahrung, Anschneiden & Servieren
Ribiselkuchen mit Baiserhaube schmeckt frisch aus dem Ofen am allerbesten, wenn die Baiserhaube außen noch leicht Knusprigkeit zeigt und innen cremig ist. Beim Anschneiden hilft ein kleiner Trick aus Omas Backstube: Tauche ein langes, scharfes Sägemesser vor jedem Schnitt kurz in heißes Wasser und wische es an Küchenpapier ab. So gleitet die Klinge sauber durch die Baiserhaube, ohne die Schneehaube zu zerdrücken.
Reste bewahrst du am besten bei kühler Raumtemperatur abgedeckt auf. Im Kühlschrank zieht Baiser durch die hohe Luftfeuchtigkeit rasch Feuchtigkeit und verliert seinen Knusper. Falls du Kuchenstücke einfrieren möchtest, ziehe die Stückchen nach dem Auftauen für 3 Minuten bei 150 °C kurz durch den Backrohr-Grill, damit die Baiserschicht wieder schön kross wird.